Die Japanische Sprache
Japanisch wird von 127 Millionen Menschen gesprochen, die hauptsächlich in Japan, den Marshall Inseln, Taiwan, Palau und Guam leben. Es gehört nicht zu anderer Sprachfamilie. Es hat vier verschiedene Schriftsysteme: Kanji ist auf dem Chinesischen gegründet und umfasst ca. 2000 Zeichen; Hiragana ist das einfachste System und wird in der Schule gelehrt, und in der Kinderliteratur gebraucht; Katakana wird für die Umsetzung von Fremdwörter benutzt; und Romanji ist die neueste Methode und wurde für die Latiniesierung von japanischen Wörtern entwickelt. Sprachhistoriker und Sprachforscher sind sich noch immer nicht über den wahren Ursprung der japanischen Sprache einig. Aber es gibt mehrere Theorien. Trotz der Komplexität der Sprache, rühmt sich Japan mit einer Alphabetisierungsrate von 99% bei der erwachsenen Bevölkerung.
Grammatik
Die grammatik hat wenig mit der von europäischen Sprachen zu tun. Hauptsächlich geht es darum, daß Japanisch nicht zu anderen Sprachfamilien gehört.Die Grammatik der Sprache kann durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet werden: Die Grundstruktur der japanischen Sätze kommt auf das Gesprächsthema an. Zum Beispiel in dem Satz "kochira wa, Sanga san desu", ist Kochira das Thema des Satzes, was durch den Partikel wa angewiesen wird, dessen Bedeutung "wie für diese Person" ist. Das Verb ist desu ("sein"). In dem Satz ist Sanga san desu das Kommentar. Eine wörtliche Übersetzung des Satzes wäre: "Wie für diese Person , ist (es) für Herrn Sanga". So wird Japanisch, wie auch Koreanisch und teilweise Chinesisch öfters als eine themenbezogene Sprache bezeichnet, da das Thema getrennt vom Subjekt steht und beide nicht immer übereinstimmen.
Es gibt drei Wortarten, die unseren Adjektiven entsprechen: statische Verben (auch i-Adjektive genannt), Binde-Nomen (na-Adjektive) und die begrenzte Anzahl richtiger Adjektive im Japanischen. Sowohl Binde-Nomen als auch statische Verben können vom Prädikat eines Satzes abhängen und beide sind veränderbar, auch wenn sie nicht alle Formen der Konjugation aufweisen, die wir in anderen Verben finden. Statische Verben können in Adverben gewandelt werden wohingegen die richtigen Adjektive ausschließlich Nomen näher beschreiben.
Japanische Wörter können auf vielerlei Art und Weise ihre Funktion ändern. Nomen werden zu Verben, Adjektive zu Nomen, Gerundien und anderen Formen. Die Verbform -tai hat die adjektivische Bedeutung “etwas tun mögen, etwas machen wollen”. So bedeutet zum Beispiel tabetai desu "Ich möchte essen".




