Die Irische Sprache
Irisch ist eine gälische Sprache, die in Irland und in kleineren Gemeinden in Kanada und Argentinien gesprochen wird. Irisch ist gesetzmäßig als die erste offizielle Sprache der Republik Irland anerkannt, und hat vor kurzem eine formelle Anerkennung im Nordirland dank dem Karfreitagsabkommen zusammen mit Gattungen von Lowland in Schottland. Mit 260.000 Millionen Muttesprachlern, ist Irland das Land, wo die meisten Irischsprechenden sind. Folgt das Vereinigte Königreich mit 95.000 Millionen.Geschichte
Die Anfänge der irischen Sprache liegen zu großen Teilen im Dunkeln. Zwar ist das Irische unbestritten eine keltische Sprache, doch sind der Weg und die Zeit, auf dem bzw. zu der es nach Irland kam, heftig umstritten. Die Irische Sprache war überall in der Insel von Irland bis zum 19. Jahhundert gesprochen. Die erste Bibel in Irischen wurde im 17.Jahrhundert übersetz. Aber, eine Kombination der Einführung von einem grundschulensystem, in denen Irisch verboten war, und nur Englisch gelehrt war, und die Große Hungersnot, die zum Tod von schätzungsweise 500.000 bis einer Million irischen Muttersprachler und der Auswanderung einer weiteren Million führte, beschleunigte den Untergang dieser Sprache. Dazu waren irische führende Politiker sehr kritisch mit ihrer eigenen Sprache und sahen Irisch als eine zurückgebliebene Sprache im Vergleich zum Englischen, die die Sprache der Zukunft war.Wiederbelebungsmaßnahmen ab dem späten 19. Jahrhundert und vor allem ab der Unabhängigkeit Irlands 1922 sowie die Förderung des sozialen Status des Irischen konnten die Entwicklung nicht aufhalten, geschweige denn umkehren. Allerdings ist festzuhalten, daß im Gegensatz zu den schnell sinkenden Zahlen der Muttersprachler die Zahl der Iren mit Irisch als aktiver oder passiver Zweitsprache stark angestiegen ist. Vor allem in den Städten finden sich größere Zahlen von Englischsprechern, die das Irische gut beherrschen und zum Teil auch gebrauchen. Zu den auf die Sprachsituation wirkenden Negativfaktoren des 20. und 21. Jahrhunderts zählen vor allem die zunehmende Mobilität der Menschen, die Rolle der Massenmedien und zum Teil fehlende enge soziale Netzwerke. Heutzutage sind fast alle Irische zweisprachigen. Jedoch wird die nationale Sprache nur in eingeschränkten Gelegenheiten gesprochen, und wird das English im alltäglichen Leben normalerweise bevorzügt.
Dialekte
Es gibt verschiedene irische Dialekte. Grob gesagt, kongruieren die drei Hauptdialekte mit den provinzen von Munster (Cúige Mumhan), Connacht (Cúige Chonnacht) und Ulster (Cúige Uladh).Die Unterschiede zwischen Dialekten sind erheblich und führten zu wiederkehrenden Schwierigkeiten, um Standardirisch zu definieren. Sogar alltägliche Sätze können aufschreckende dialektische Variationen beweisen. Das Standardbeispiel ist "Wie geht's dir?":
Ulster: cad é mar atá tú? ("Was ist wie du bist?" Anmerkung: caidé oder goidé sind alternative Wiedergaben von cad é)
Connacht: cén chaoi a bhfuil tú? ("welche Art [ist es] daß du bist?")
Munster: conas taoí? ("Wie geht's dir ?") .
Literatur
Erst ab dem 18. Jahrhundert kann sich das entwickeln, was heute als angl-Irische Literatur bezeichnet wird. Diese späte Entwicklung sollte jedoch im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu einer ungeahnten Blüte führen, als die irische Literatur für Erzählkunst und Innovation Weltruhm erlangte. Das 20. Jahrhundert sah dann eine Vielzahl irischer Schriftsteller englischer Sprache, die ihre eigene literarische Tradition wie die "Weltliteratur" um einiges bereicherten.Parallel zum Aufstieg der anglo-irischen Literatur fand der Abstieg der irischsprachigen Literatur statt. Die Literarturproduktion sank Mitte des 19. Jahrhunderts fest gegen null. Erst gegen Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts fand als Teil der Wiederbelebung der irischen Sprache auch ein literarischer Neuanfang statt, der mit Einschränkungen bis heute anhält. Seit etwa den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts nehmen die anglo-irische und die irischsprachige Literatur in der irischen Kultur Positionen ein, die theoretisch häufig als gleich wichtig eingestuft werden.Während viele anglo-irische Autoren offen Anspruch auf ihren Teil der langen irischen Tradition erheben, orientieren sich viele moderne irischsprachige Autoren in internationalem Rahmen und dabei auch und vor allem an der einheimischen Literatur englischer Sprache.